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Autor Thema: Der heilige Nepomuk  (Gelesen 932 mal)
Ritter Katz
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Die Ostalb ist schön.

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« am: Februar 13, 2011, 08:50:33 »

Der heilige Nepomuk
Johannes aus Pomuk, der heilige Johannes Nepomuk in Böhmen, wurde um das Jahr 1350 als Sohn eines Richters Welfin geboren. Im Jahre 1370 war Nepomuk Kleriker des Prager Erzbistums und Notar des erzbischöflichen Gerichtes. Im Jahr 1380 war er Priester am Prager Dom. Nepomuk studierte Kirchenrecht an der Prager Universität und holte sich in Padua das Doktorat im Kirchenrecht. Seit dem Jahre 1389 war Nepomuk Generalvikar des Erzbischofs von Jenzenstein.

Dann geschah es: am 20. März 1393 wurde Johannes Nepomuk mit zwei weiteren Geistlichen (N. Puchnik und W. Knobloch) durch König Wenzel gefangengenommen. Was war geschehen? Wir wissen es bis heute nicht genau. Die zeitgenössischen Quellen geben keinen Grund für das Strafgericht des gewalttätigen und unbeliebten Königs an. Man kann als sicher annehmen, daß es sich um eine Art "Amtsgeheimnis" handelte. In der Kaiserchronik, die vierzig Jahre nach dem Tod des heiligen Johannes Nepomuk geschrieben wurde, steht zu lesen: Nepomuk war der Beichtvater der Königin. König Wenzel wollte erfahren, was seine Frau dem Priester unter dem Siegel des Beichtgeheimnisses anvertraut hatte. Doch Johannes wahrte das Geheimnis - trotz grausamer Folter.

Schließlich ließ König Wenzel den treuen und verschwiegenen Priester Johannes Nepomuk von der Moldaubrücke in den reißenden Fluß stürzen und auf diese Weise ermorden. Dies geschah in der Nacht zum 20. März - auf Befehl König Wenzels IV.

Johannes Nepomuk wurde, nachdem man seinen Leichnam geborgen hatte, im Dom zu Prag bestattet. Als man - es war im Jahre 1719 - sein Grab öffnete, war die Zunge des Toten unverwest. Der heilige Johannes Nepomuk gilt als "Märtyrer des Beichtgeheimnisses" bis heute, selbst wenn man heute nicht sicher weiß, ob er überhaupt Beichtvater der Königin war. An seiner Gestalt wird sichtbar, wie sehr die katholische Kirche das Beichtgeheimnis ernst nimmt. Nepomuk ist hierin ein großes Vorbild für alle Priester.

Heute sehen wir den Brückenheiligen auf Hunderttausenden von Brücken stehen: mit dem Kreuz, und mit dem Finger am Mund. Oft trägt er einen Kranz mit Sternen: damit soll angedeutet werden, daß der Heilige, der Legende nach, inmitten eines Lichtkranzes die Moldau herabgetrieben kam, als der König ihn ertränken hatte lassen.

Nepomuk ist der Patron der Flößer, Müller, Schiffer und Brücken, der Beichtväter und aller Priester.



* Nepomuk_180x269.jpg (7.49 KB, 180x269 - angeschaut 414 Mal.)
« Letzte Änderung: Februar 13, 2011, 09:26:45 von Dr Ostälbler » Gespeichert
Ritter Katz
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Die Ostalb ist schön.

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« Antwort #1 am: Februar 13, 2011, 09:37:27 »

Der heilige Nepomuk
Hier Bilder aus der Aalener Umgebung , wo eine Nepomukstatue bei einer Brücke steht.

1. Bild : Ellwangen Jagstbrücke bei der Stadthalle

2. Bild : Rindelbach Alte Jagstbrücke

3. Bild : Hüttlingen Kocherbrücke

4. Bild : Heulingen Leinbrücke


* Ellwangen.jpg (52.22 KB, 384x512 - angeschaut 420 Mal.)

* Rindelbach 1.jpg (41.38 KB, 360x480 - angeschaut 435 Mal.)

* Hüttlingen.jpg (38.43 KB, 281x748 - angeschaut 408 Mal.)

* Heuchlingen.jpg (58.19 KB, 480x640 - angeschaut 399 Mal.)
« Letzte Änderung: Februar 13, 2011, 09:39:02 von Dr Ostälbler » Gespeichert
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