Der Aalener Burgstall

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Autor Thema: Der Aalener Burgstall  (Gelesen 719 mal)
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Pax vobiscum...

Profil anzeigen Heimatgeschichte in Aalen und Umgebung
« am: Februar 09, 2011, 02:23:13 »

Der Aalener Burgstall:


Einer örtlichen Sage zufolge, soll sich Kaiser Wenzel einige Zeit auf dem Burgstallschloss aufgehalten und vor seinen Gläubigern versteckt haben. Gewiß hätte die Nähe des überaus lebenslustigen Kaisers auch nach Aalen viel Leben gebracht, doch ist die Sage ohne jeden historischen Wert. Wenzels Aufenthaltsorte sind vollständig bekannt; darunter konnte der Burgstall gar nicht sein, da die Burg schon früher zerstört worden sein musste. Eine Urkunde von 1419 nennt „Äcker welche wüst liegen uff dem Burgstall”, wo demnach schon lange Zeit vorher gepflügt worden ist und bloße Spuren einer zerstörten Befestigung zu sehen waren.

Eine weitere Sage, welche selbst in Büchern Eingang gefunden hat
(Schubarts Selbstbiografie I, 10) behauptet:

Kaiser Rothbart habe als Herr und Freund der Stadt auf dem Burgstall ein Schloß gebaut und sich einige Zeit dort aufgehalten. Davon weiß jedoch die Geschichte nichts, vielmehr gehörte der Ort zu Barbarossas Zeiten wahrscheinlich noch den Donauwörthern Pfalzgrafen (von Schwaben) und die ganze Sage ist sehr wahrscheinlich aus falschen Ableitungen des Stadtnamens von "aula", im Sinne von “Hofhaltung” entstanden.

Jedenfalls künden die gut erhaltenen Wallanlagen heute noch von einer stattlichen mittelalterlichen Burg. Vermutet wird auch, das sich dort der Sitz des Ortsadels, nämlich der Herren von Aalen befand. Der um 1136 auftretende Konrad von Aalen befand sich damals vermutlich in ellwangischen Diensten. Vermutlich bekamen die Herren von Aalen wichtige Verwaltungs- und Schutzfunktionen in staufischem Auftrag. In der nachstaufischen Zeit erscheinen Angehörige der Familie als oettingische Dienstmannen, u. a. als Vögte auf der Lauterburg und als ellwangische Lehensträger.

Weiterhin wird vermutet, dass der Burgsitz der Herren von Aalen und das Dorf Aalen schon im 14. Jahrhundert zerstört wurden. Um 1370 ist die Rede von Äckern "in dem Felde gegen den Burgstall". Eine Urkunde von 1419 nennt Äcker “welche wüst liegen uff dem Burgstall”, wo demnach schon lange Zeit vorher gepflügt worden ist und bloße Spuren einer zerstörten Befestigung zu sehen waren (was eben der Name Burgstall bedeutet). Im Jahre 1425 wird eine Flur erwähnt, "do etwen das Dorf stund". Das Dorf Aalen wurde nicht mehr aufgebaut, da inzwischen vor der Mitte des 13. Jahrhunderts auf der rechten Kochertrasse die mittelalterliche Stadt errichtet worden war, und sich deren Bewohner hinter den schützenden Mauern sicher fühlten. Die Burg wurde ebenfalls nicht mehr erneuert, da sich die Ortsadeligen ebenfalls in der Stadt Aalen, Essingen und Heubach niedergelassen hatten, wo sie im 14. und 15. Jahrhundert verbürgerten.
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