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Autor Thema: Marienkirche Aalen  (Gelesen 1119 mal)
Ritter Katz
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Die Ostalb ist schön.

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« am: Juni 15, 2011, 10:20:16 »



Marienkirche Aalen

Hallo  :)  ,

hier ein Bericht und Bilder aus der Schwäpo vom 15/06/2011 über die alte Marienkirche in Aalen aus der Serie 150 Jahre Remsbahn

Die Aalener Eisenbahnerkirche

Die Eisenbahner brachten das katholische Element in die einst rein evangelische Stadt
Der Anschluss Aalens an das Bahnnetz und noch mehr dessen Ausbau in allen vier Himmelsrichtungen zum Bahnknotenpunkt wirkte sich auch auf die Bevölkerungsstruktur der ursprünglich rein protestantischen Reichsstadt aus. Leute aus dem Umland, vom Härtsfeld, dem Ellwängischen und auch dem Gmünder Bereich, verstärkten das katholische Element in Aalen. Bislang war diese nämlich fast ausschließlich protestantisch.
Aalen. Aus päpstlicher Sicht war Aalen eine Diaspora: Eine katholische Kirche gab’s zur Zeit des Eisenbahnbaus nur im nahen Unterkochen. Von dort wurden die kleine Zahl der Aalener Katholiken, in erster Linie aber die rund 200 Katholischen aus Hofherrnweiler seelsorgerisch betreut. Diese mussten auf dem sonntäglichen Weg zur Unterkochener Wallfahrtskirche – am Albtrauf entlang – einen Fußmarsch von eindreiviertel Stunden zurücklegen.
Mitte des 19. Jahrhunderts lebten in Aalen etwa 50 Angehörige des katholischen Glaubens – dies entsprach etwa einem Promille der Stadtbevölkerung, die seit der Reformation anno 1575 rein protestantisch gewesen war. Wie übrigens die Bürger vieler ehemaliger Reichsstädte, was historische Gründe hatte.
Als dann mit der Industrialisierung und der Eisenbahn 1864 die Zahl der katholischen Einwohner in Aalen auf 500 angewachsen war, baute der Unterkochener Dekan Kollmann in Aalen die 1886 konsekrierte Marienkirche.

Katholiken stellten nur ein Promille der Bevölkerung
Diese lag nicht nur an der Eisenbahn, sondern sie wurde auch eine Kirche der Eisenbahner. Ganz abgesehen mal davon, dass die Pläne der Marienkirche aus der Hand von Georg Morlok stammten, der der leitende Ingenieur beim Bau der Remsbahn gewesen war. Morlok hatte sich in Württemberg auch einen Namen als Kirchenarchitekt gemacht.
Wie auch immer: Die Eisenbahner mit ihren Familien stellten einen Großteil der Gemeindemitglieder. „Etzt kommat d’ Kirchaleut“ sagte man im Hirschbach, wenn die katholischen Bahnreisenden sonntags mit ihren meist zahlreichen Kindern in Achterreihen (Fahrzeugverkehr gab es auf der Straße noch kaum) von ihrem Eisenbahnerstadtteil der Marienkirche zustrebten.
Auch nachdem die Pfarrei mit der 1913 eingeweihten Salvatorkirche ein zweites Gotteshaus erhalten hatte, und diese die eigentliche Pfarrkirche geworden war, blieb die im Winkel zwischen Rems- und Brenzbahn liegende Marienkirche das, was sie von Anfang war: die Eisenbahnerkirche.

Die „Fuchs-Kirche“ und die Gastwirtschaft dazu waren beliebt
Gegenüber, auf der Westseite der Straße, befand sich die sogenannte „Fuchs-Kirche“, in die sich nicht wenige verdrückten, wenn ihnen die Predigt zu lang dauerte. Die Brauereiwirtschaft hatte tatsächlich etwas mit dem Kirchenbau zu tun. Die Gaststätte ging nämlich aus einer Baracke hervor, die beim Bau der Marienkirche aufgestellt worden war. Auch nach deren Fertigstellung ließ man diese Bauhüttenkneipe eingedenk der kirchlichen Nachbarschaft unter dem Namen „Himmelsleiter“ fortleben.
Erst im Jahr 1883 erhielt ein Neubau der Gastwirtschaft, die nach der Aufgabe der Fuchsbrauerei zu Beginn der 1980er-Jahre abgerissen wurde, den Namen „Fuchs“. Für die Eisenbahner stand bald die „Fuchskirch“ hoch im Kurs, weil zumindest nach der Messe, wenn nicht schon während der Predigt, die Mannsleut’ im Fuchs zu einem Bierchen einkehrten.
© Schwäbische Post 14.06.2011

Dr Ostälbler  ;)




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