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Autor Thema: Geschichte von Treppach  (Gelesen 728 mal)
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Pax vobiscum...

Profil anzeigen Heimatgeschichte in Aalen und Umgebung
« am: Februar 09, 2011, 01:58:31 »

Treppach


Das Dorf Treppach liegt in der beginnenden Einsenkung des
Bodenbachtales. Die Dorf und Grundherren von Treppach nannten sich
“von Treckbach”. Vermutlich entstammten sie von der Familie “von
Waiblingen”. 1291 wird ein Walter von Treckbach, wohl ein Sohn
Hainrichs, als Besitzer des Ugenhofs in Bohlheim erwähnt. Vermutlich
wohnte auch schon Heinrich nicht mehr in Treppach. Die Herren von
Treckbach haben ihren Besitz schon vor 1240 verlassen. Warum sie
Treppach verkauften läßt sich heute nicht mehr ergründen.

Im 14. Jh gab es in Treppach einen Vogt. Er saß auf zwei Lehen der
Familie Ruch. Als letzter Vogt wird zwischen 1390 und 1403 Eberhard
Vener genannt. Danach wurde kein Vogt mehr bestellt, wahrscheinlich
weil sich ein solcher für Ruch nicht mehr lohnte, nachdem er die Hälfte
seines Besitzes verkauft hatte. Hans von Waiblingen hatte sich hier 1402
ein Lehenbares Gut gekauft. Eine Witwe von Diemars von Roden hat
1489 an Unterkochen Güter in Treppach verkauft. Mehrere Güter,
vielleicht auch diese hat ein Berthold Nüttel erworben. Ruchs, Nüttels und
Blarers waren die gemeinsamen Grundherren von Treppach. 1534 sch-
ließen als Mitgrundherren: Wolf von Ahelfingen, Wolf von Woellwarth zu
Lauben, Hans Walther von Hürnheim zu Niederalfingen, und Berthold
Nüttel einen Vertrag, daß jeder Teil auf seinen Gütern die Jurisdiction
(Rechtsprechung, Verwaltung) haben soll.

Einen großen Zuwachs an Lehensgütern gewann die Fürstprobstei
Ellwangen 1545, als mit dem Tode Wolfs von Ahelfingen das
Rittergeschlecht von Ahelfingen erlosch und dessen großer Besitz als
erledigtes Lehen an die Fürstprobstei fiel. Darunter Wasseralfingen,
Hofen, Oberalfingen, Onatsfeld, Buch, Reichenbach, halb und zahlreiche
Einzelhöfe, darunter auch der Ahelfingische Hof in Treppach. Die Nüttels
verkauften ihren Teil an die Blarer von Wartensee im Jahre 1628. Diese
aber verkauften 1705 an Ellwangen, daß bereits den Ahelfinger Teil in
Besitz hatte. 1759 fiel eine ellwangische Milizabteilung in Fachsenfeld ein,
weil die Herren von Woellwarth im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) in
Treppach einen Rekruten ausheben wollten. Einen Schultheiß hatte
Treppach nicht, dagegen sin 1791 Melchior Leßle und Franz Hägele als
Bürgermeister genannt.

In Treppach stand einst eine Kapelle zum heiligen Sylvester und
Wendelin, die jetzige ist 1776 von der Gemeinde zu Ehren der heiligen
Maria “Mariä Opferung” erbaut worden.

Der heute noch sichtbare Burgstall östlich des Ortes steht unmittelbar vor
dem Limes. Es handelt sich hierbei um den Rest einer frühmittel-
alterlichen Burg, eine Wehranlage aus der Zeit vor dem Jahre 1000. Ein
Ortsadel ist 1240-1291 nachweisbar. Vermutlich entsprach sie der damals
üblichen Holzbauweise. Diese Bauweise war meißt nicht sehr dauerhaft.
Da die Burg in den Lehensbüchern (14.Jh. und später) nie besonders
erwähnt wird, kann man davon ausgehen das die Burg bald an
Bedeutung verloren hat. Später (1534) wird eine Hofstätte auf dem
Burgstall erwähnt. Heute gehört das Gelände zum Römerhotel in
Treppach. Auf dem Burgstall steht heute eine Tagungshütte.

Vor 1923 wurden Steine des alten Steinbruchs auf der Nordseite des
Hirschberges, abfallend gegen den Mittelklingen-Bach, von Gelegen-
heitsarbeitern aus Fachsenfeld und Himmlingsweiler gebrochen. Die
Steine aus Treppach hatten eine gewisse Bekanntheit da sie im Vergleich
zu anderen Steinen (z.B. gelber Werksandstein, weißer Jurakalkstein
u.a.) viel härter und gegen Verwitterung beständiger war. Er wurde
deshalb nicht nur für den örtlichen Wegebau und Hausbau verwendet,
sondern auch in der weiteren Umgebung, wenn auf dauerhaftes und
frostbeständiges Material Wert gelegt wurde. Schon 1609-1612 hat
man hier für den Abt von Neresheim und die Stadt Nördlingen
Steine gebrochen, die als Marksteine Verwendung fanden. Nach
dem 2. Weltkrieg wurde das Gelände mit Fichtenwald aufgeforstet.


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