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Autor Thema: Christian Friedrich Daniel Schubart  (Gelesen 1720 mal)
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Pax vobiscum...

Profil anzeigen Heimatgeschichte in Aalen und Umgebung
« am: Februar 09, 2011, 02:00:38 »

Christian Friedrich Daniel Schubart


Der Dichter, Journalist und Musiker Christian Friedrich Daniel Schubart wurde 1739 als Sohn des Gräflich Limpurgischen Kantons Johann Jakob Schubart in Obersontheim geboren. 1740 wurde Schubarts Vater die Organisten- und Musikdirektorenstelle an der Stadtkirche in Aalen übertragen und im Jahre 1745 wurde er dann 2. Stadtpfarrer (Helfer). Die Familie wohnte im Gebäude Roßstrase 4, einem schönen Fachwerkhaus in der Altstadt. Nach der Schulzeit in Nördlingen und einem abgebrochenen Theologiestudiums in Erlangen, arbeitete er zunächst als Hauslehrer (z.B im Hause Blezinger in Königsbronn). Schubart erwarb sich auch große Verdienste durch den Aufbau der Aalener Stadtmusik,die aus lauter Handwerksleute bestand und deren guter Vortrag die Bewunderung der Fremden fand. 1763 fand Schubart eine Stelle als Knabenschulmeister in der Deutschen Schule in Geislingen. Außerdem arbeitete er als Musiklehrer der Schlujugend und war Musikdirektor der Stadt- und Kirchenmusik desweiterenOrganist an der Stadtkirche. In Geis-lingen heiratete er dann auch die Tochter Helene des Oberzollers Bühler. Doch seine Arbeit als Schulmeister und die Kleinbürgerliche Enge machten ihn auf Dauer nicht glücklich. Deshalb kam ihm die Berufung zum württembergischen Hof in Ludwigsburg1769 sehr entgegen wo er als Organist und Kapellmeister wirkte.

Schubart macht sich als Musiker einen Namen und seine "Ideen zu einer Ästhetik der Tonkunst wirkten noch nachhaltig auf die Anschauungen der Romantiker ein. Sein ungezügeltes Wesen und seine satirischen Veröffentlichungen führten 1773 zum Verlust seiner Ämter und er wurde des Landes verwiesen. Perspektivlosigkeit ließ ihn nach Heil-bronn, Heidelberg, Mannheim, Schwetzingen, Darmstadt, Würzburg, und München und schließlich nach Augsburg kommen wo er 1774 die freiheitliche, gegen den Hof und Kirche gerichtete "Deutsche-Chronik" gründete.Von dort flüchtete er vor den Gegnern seiner Gesinnung nach Ulm, wo er seine journalistischpublizistische Tätig-keit fortsetzen konnte. Auf Befehl von Herzog Karl Eugen wurde Schubart unter einer List nach Blaubeuren gelockt und dort auf württembergischen Boden verhaftet. Auf der Festung Hohenasperg (Ludwigsburg) wurde Schubart 10 Jahre inhaftiert. Nach seiner Begnadigung und Freilassung wurde er zum Theater und Musikdirektor des Stuttgarter Hofes ernannt.
Hier gab er auch bis zu seinem Tode (1791) eine Fortsetzung seiner Zeitung unter dem Titel "Vaterlandschronik" heraus. Schubarts Vater verstarb 1774, die Mutter Anna Helena Juliana geb. Hörner lebte zuletzt im Hause ihres Sohnes in der Reichstädter Straße 13, der damaligen Stadt-kanzlei, wo sie 1797 hochbetagt starb. Der Bruder Schubarts war langjähriger Stadtschreiber der Reichsstadt. Gerade die Langen Reihen der Ratsprotokolle und berichte von den Nöten der Franzoseneinfälle tragen seine Handschrift. Mit seinem Tode im Jahre
1808 verschwand der Name Schubart aus den Bürgerlisten von Aalen.

Hinter Schubarts Reden gegen weltliche und geistliche Obrigkeiten stand nur ein Hauptanliegen: die Freiheit und Würde des Menschen.


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Die Ostalb ist schön.

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« Antwort #1 am: Februar 10, 2011, 08:46:43 »

Im Citybummel durch Aalen virtuell wird eine kl. Anekdote über C.F Schubart erzählt.
Unter http://www.aalen.de/sixcms/detail.php?id=96111&_bereich=6

Dr Ostälbler
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