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Autor Thema: Dampfmaschine  (Gelesen 909 mal)
Ritter Katz
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Die Ostalb ist schön.

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« am: Januar 30, 2011, 11:46:54 »

Hier ein Bericht und Bild aus der Schwäpo vom 15/12/2010

Hiesige Firma verliert das Rennen
Zwei-Mann-Betrieb aus Unterkochen wollte 1833 die erste deutsche Lokomotive bauen, kam aber nicht zum Zug

Vor ein paar Tagen ging die erste Normalspur-Lok, die je in Deutschland fuhr, auf Jubiläumsfahrt. Vor 175 Jahren dampfte sie von Nürnberg nach Fürth. Mit etwas Glück hätte am 7. Dezember eine Maschine aus hiesiger Produktion dieses Jubiläum begangen. Eine Unterkochener Firma hatte für die Lokomotive ein Angebot abgegeben, kam aber nicht zum Zug.

Manfred Moll


Aalen-Unterkochen. Als im Jahr 1833 im Königreich Bayern sich die „Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft“ daran macht, für die erste deutsche Eisenbahnlinie eine Lokomotive zu bestellen, kommt auch ein Angebot aus Unterkochen. Kein Scherz: Im ersten Geschäftsbericht der königlichen Eisenbahngesellschaft ist die „Offerte“ der Herren Richard Holmes und John Rowlandson aus Unterkochen bei Aalen festgehalten.
Das Angebot sei günstig gewesen, bemerkt der ehemalige Aalener Stadtarchivar Karlheinz Bauer im Aalener Jahrbuch von 1992. In seinem Beitrag „Eiserne Pferde in der Ostalb“ legt er dar, dass die erste Dampfmaschine Württembergs in Unterkochen stand.
Die Unterkochener Firma verlangt damals für die Lokomotive 4500 Gulden und gibt eine Garantie, dass der „Dampfwagen“ drei Monate lang keiner Reparatur bedürfe. Die Eisenbahngesellschaft schlägt 1834 das Angebot dennoch aus und kauft den „Adler“ beim englischen Lokomotivenhersteller Robert Stephenson aus Newcastle. Dessen guter Name und Erfahrung wiegen offenbar schwerer als Preis und deutsche Herkunft.
Nun sind ja aber „Holmes“ und „Rowlandson“ schon auf den ersten Blick nicht als einheimische Namen auszumachen. Wer vermutet, die beiden seien auch Engländer gewesen, liegt richtig. Sie haben jedoch seit 1831 die Bühlmühle in Unterkochen gepachtet. Die Mühle lag am Schwarzen Kocher, an der heutigen Knöcklingstraße, erklärt der Unterkochener Heimatforscher Albert Grimm. Vermittelt hat das Domizil der Heidenheimer Industriepionier Meebold (Gründer der WCM - Württembergische Cattunmanufaktur). Meebold will Holmes unbedingt in der Nähe ansiedeln, weil dieser ihm eine englische Tüllwebmaschine nachgebaut hat und sie betreut. Holmes, der übrigens auch aus Newcastle stammt, soll mit seinem Kollegen Rowlandson Maschinen um 25 bis 30 Prozent billiger bauen, als man sie in den großen Fabriken Englands und Frankreichs kaufen kann.



Historische Dampfmaschine, zwar nicht in Form einer Lokomotive, doch aber als Antrieb für Pumpen und das Kühlaggregat der ehemaligen Koepf-Brauerei. Die Maschine, 1896 in Esslingen gebaut, steht im Foyer der Hochschule Aalen. (Foto: hag)



* dampf_195.jpg (87.48 KB, 640x397 - angeschaut 443 Mal.)
« Letzte Änderung: Januar 30, 2011, 11:53:50 von Dr Ostälbler » Gespeichert
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